Nicht im Allgäu und doch dabei - ob als Fernwanderweg oder mit dem Auto als kleine Erkundungstour - die Tannheimer Berge (in der Nähe von unserem Ferienhaus in Füssen) haben eine gewaltige Anziehungskraft auf den Wanderbegeisterten Allgäu-Urlauber und Liebhaber von Alpenblumen

Alpenblumen Porträts des DAV Oy/Allgäu
Bildautor: Bernd Jacob, DAV Oy/Allgäu

(Quelle: Reiseführer von Marco Polo, 6. aktualisierte Auflage 2005)
Vom Inntal durch eine Gebirgskette getrennt und nur über zwei Pässe (den Fernpass oder das Hahntennjoch) erreichbar, lag das Lechtal für die Inntaler jahrhundertelang „außen“ und „fern“. Kein Wunder, dass die armen Täler des Außerfern immer enger mit Deutschland verbunden waren als mit Tirol. Die Rundroute durch das Außerfern führt um die Tannheimer Berge und durch drei der schönsten Täler Tirols: das Lechtal, das Vilstal und das Tannheimer Tal. Länge: rund 50 km.

Der Ausflug startet in Reutte, dem Hauptort des Außerferns. Bekannt ist die Marktgemeinde für ihre schön bemalten Bürgerhauser. Von Reutte geht es weiter durch das Lechtal nach Weißenbach am Lech, wo das 20 km lange Tannheimer Tal einmündet. Gleich hinter Weißenbach steigt die Straße in Serpentinen zum 1093 m hoch gelegenen Gaichtpass an. An heißen Sommertagen bietet der Haldensee bei Nesselwängle Erfrischung und Abkühlung.

Von Tannheim führt eine schmale Straße zum Vilsalpsee ab. (Straße von 10 – 17 Uhr für den PKW-Verkehr geschlossen, es verkehren öffentliche Busse und Pferdekutschen.) Dunkel und geheimnisvoll liegt der kleine Bergsee zwischen hohen Bergwänden und saftigen Almwiesen inmitten eines Naturschutzgebiets. Wenn sie wollen, können Sie den Vilsalpsee auch in einer einstündigen Wanderung von Tannheim aus erreichen.

Zurück Richtung Haldensee, zweigt eine Landstraße Richtung Grän und Enge ab, die über Steinach bei Pfronten einen Abstecher nach Deutschland macht. Vils, wieder auf österreichischer Seite, ist eine der ältesten Städte Tirols (es erhielt schon 1327 das Stadtrecht). Von der bedeutenden Vergangenheit als „Freiungsstadt“ (hier erhielten Verbrecher Asyl) erzählen nur noch die Ruine der Burg Vilseck sowie zwei Stadttore.

Kurz nach dem Ort mündet die Vils in den Lech, einen der wenigen Flüsse Europas, die noch nicht reguliert wurden. Seine breiten Schotterbänke füllen das ganze Tal aus. Je nach Laune ist er ein ruhiges Flüsschen oder ein wilder Gletscherbach.
Durch das Lechtal geht es zurück nach Reutte.


 

 

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