Burgruine Falkenstein

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Eine der schönsten Wanderungen direkt vor der Haustüre unseres gastlichen Apartmenthauses in Füssen - Bad Faulenbach führt vom Falkenstein über den Aussichtsbalkon Zirmgrat zur Salober-Alm und entlang des Alatsees in das Landschaftsschutzgebiet "Faulenbacher Tal". Für unsere heutige Tour über den Zirmgrat wählen wir den südseitigen Aufstieg zum Falkenstein über die schön gelegene Mariengrotte. Hier steht eine Marienstatue in einem überhängenden Riss der mächtigen Kalkwand, zu ihren Füßen ein liebevoll gepflegter Garten mit Alpenblumen. Wenige Schritte weiter erreichen wir die verfallene Festungsanlage der Ruine Falkenstein aus dem Hochmittelalter. Die Burgveste Falkenstein ist die höchstgelegene Burgruine ganz Deutschlands. Für den Aufstieg auf gutem, teils steilen Wanderweg ist eine knappe Stunde zu rechnen.

Die Festungsanlage ist im Inneren mit einer Aussichtsplattform versehen. Das Panorama auf die "hehre Hochgebirgswelt" ist wahrhaft königlich. Leicht verständlich, warum König Ludwig II. von Bayern hier neben Märchenschloss Neuschwanstein eine weitere romantische Märchenburg errichten wollte: Das Prachtschloss Falkenstein. Zur Ausführung ist es jedoch leider nie gekommen.

Königliches Panorama vom Falkenstein
Ein Blick über die Mauerkrone der Burgruine Falkenstein nach Osten:
Im Voralpenland liegen die Seen des Füssener Landes: Weißensee, Hopfensee und Forggensee. Von Falkenstein aus erblicken wir den Zirmgrat. Direkt darüber erhebt sich markant der Säuling. Zur Linken des Säuling reihen sich die Gipfelzacken der Ammgauer Alpen, zur Rechten liegt am Horizont das Wettersteinmassiv mit der Zugspitze. Nach Südwesten erstrecken sich die Allgäuer Alpen. Die Tannheimer Berge mit der Großen Schlicke und Gimpel gehen über in die Vilser Berggruppe mit Roßberg, Brentenjoch, Aggenstein und Breitenberg. Rechter Hand liegt Pfronten.

Der Zirmgrat
Nach ausgiebiger Gipfelschau führt der Weg vom Falkenstein auf der Fahrstraße einige Minuten bergab. Hier treffen wir auf ein denkwürdiges Wegkreuz, das an den "Falkensteinsepp" aus dem 19. Jahrhundert erinnert. 40 Jahre lang lebte er als Einsiedler auf dem Falkenstein.
Der alte Grenzstein aus dem Jahr 1773 gemahnt uns daran, daß die Grenze zwischen Deutschland und Österreich, zwischen Bayern und Tirol direkt am Kamm des Zirmgrates verläuft. Grenzen, die im vereinten Europa Gott sei Dank nicht mehr trennen. Dies ist der Grundgedanke von Fernwanderwegen, der "Grenzüberschreitung" auf Schusters Rappen. So verläuft der Europäische Fernwanderweg "Pyrenäen - Jura - Neusiedler See" über den Zirmgrat. Durch schönen Berg-Mischwald zieht unser Weg nun bergan zum Zirmgrat. Eine Bank in der Einsattelung zwischen Einer- und Zwölferkopf lädt zur Rast ein. Hier sitzt man und kann den wunderbaren Blick geniessen: Nach Süden zu den Bergen über dem Vilstal und zurück zum Falkenstein.

Weg über den Grat
Wir folgen dem Auf und Ab des Zirmgrat-Höhenrückens auf wurzeligen Wanderwegen, verlassen aber auch manches Mal den Normalweg und folgen dem direkten Gratverlauf. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unabdingbar - nur Bergerfahrenen empfohlen! Ansonsten bitte unbedingt auf dem Weg bleiben. Der Zirmgrat, auch Zirmengrat genannt, verdankt seinen Namen den seltenen Bäumen auf seinem Grat: den Arven, Zirben, Zirbeln oder Zirmen. Ursprünglich stammt die Bezeichnung "Arve" aus Schweizer Mundart. In Tirol und Bayern haben sich für diese Kiefernart auch die Namen Zirbe, Zirbel oder Zirm eingebürgert. Die Zirbelkiefer kann 30 Meter hoch werden, erreicht ein stattliches Alter bis zu 1.000 Jahren und wächst in Gebirgsregionen ab 1.300 bis 3.000 Meter Höhe. Die Zirbelkiefern an unserem Zirmgrat sind von niedrigerem Wuchs, brauchen den Vergleich mit den Arven anderer Gebirgsgruppen aber nicht zu scheuen. Die geschützen Bäume kommen außerhalb des Bayerischen Alpenraums noch in den Hohen Tauern, den Ötztaler Alpen, dem Wallis und Oberengadin vor.

Abstieg und Ausklang
Nach gemütlichen zwei Stunden Wandern und Bummeln entlang des wunderbaren Gratrückens läuft der Zirmgrat in den Almwiesen der Salober-Alm aus, die zur zünftigen Einkehr bei einer guten Brotzeit lädt. Unser Weg nach Hause führt entlang des verwunschenen Alatsees (jetzt auch Schauplatz eines Kriminalromans) und durch das Landschaftsschutzgebiet "Faulenbacher Tal" in gut 1 1/2 Stunden zurück nach Füssen - Bad Faulenbach.

Das Ferienhaus im Königswinkel, Ferienwohnungen in Füssen - Bad Faulenbach, erwartet gerne Ihren Besuch.


 

 
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